Brocken / Harz

Der wohl markanteste Punkt des Harzes ist der Brocken. Dieser Berg ist 1142 m hoch und damit der höchste Berg Norddeutschlands. Der Brocken liegt an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, auf sachsen-anhaltinischer Seite. Der Brocken ist das Zentrum des Nationalparks Harz. Das Brocken-Plato ist nicht bewaldet und schroff dem häufig recht starken Wind ausgesetzt. Das Klima ähnelt dem der Alpen. Die Bergkuppe besteht überwiegend aus dem sehr harten Gestein Granit.


... Die Mythologie weis zu berichten, dass alljährlich in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai (Walpurgisnacht) die Hexen auf dem Brocken ein großes Fest abhalten. Geheimnisumwittert, faszinierte der Brocken durch seine besondere Lage schon seit Jahrhunderten die Menschen. So viele berühmte Männer wie Goethe, Zar Peter von Russland, der Däne H.C. Andersen oder Heinrich Heine haben den Gipfel zum Teil mehrfach erklommen. Nach 30 Jahren der Unzugänglichkeit ist der Brocken jetzt auch wieder für Touristen erreichbar. Dem Ilsetal folgend haben Sie die Möglichkeit auf dem ca. 13 km langen Heinrich Heine Wanderweg den Brocken zu besteigen.

Brocken
Brockenkuppe


Rund um den Brocken entspringen verschieden Flüsse, zum Beispiel Bode, Ecker, Ilse und Oker. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge mit 1600 mm auf dem Brocken entspricht etwa dem zweifachen des deutschen Durchschnitts. Häufig ist der Brocken in Wolken verhangen. Bei schönem Wetter, vor allem im Winter, sind aber auch Fernsichten von bis zu 80 km möglich. Im Jahre 1800 entstand das erste Gasthaus auf dem Brocken.

Berühmte Gäste, wie Heinrich Heine, Johann Wolfgang Goethe oder Hermann Löns haben den Brocken besucht.


Sehr gut zu erreichen ist der Brocken mit der dampflokbetriebenen Harzer Schmalspurbahn, die im Abschnitt Drei Annen Hohne bis zum Brocken auch als Brockenbahn bezeichnet wird. Die Bahn fährt von Wernigerode über Drei Annen Hohne und Schierke zum Brocken.

Aufstieg zum Brocken / Harz

Es gibt mehrere Möglichkeiten den Brocken zu Fuß zu ersteigen. Die Wege vom Torfhaus oder von Schierke sind die leichtesten. Ein anspruchsvoller, aber sehr schöner Aufstieg startet in Ilsenburg im Ilsetal. Man kann auch entlang der ehemligen Grenze auf dem Harzer Grenzweg zum Brocken gelangen.

Die Wanderung von Darlingerode zum Brocken über die Ilsefälle ist etwa 15 km lang. Der zu überwindende Höhenunterschied beträgt ca. 900 m, damit ist dies sicher einer der anspruchsvollsten Aufstiege. Es gibt aber auch die Möglichkeit verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren, z.B. Fahrt mit der Brockenbahn zum Brocken und Rückweg zu Fuß, oder Hin- und Rückfahrt mit der Harz-Buslinie 288 zur Plessenburg.

Das weiße Reh: Der Märchenpfad von Schierke zum Brockenhaus - Speziell für Kinder wurde dieser Märchenpfad zum Brocken durch den Nationalpark Harz eingrichtet. Von Schierke kommend befinden sich 6 Guckkästen auf dem Weg zum Brocken und machen den Aufstieg damit noch interesanter und abwechslungsreicher. Die Wanderung geht über ca. 6,5 km und dauert 2-3 Stunden.

Man sollte in jedem Fall auch für schlechtes Wetter vorbereitet sein. Das Wetter auf der Brockenkuppe kann sehr schnell umschlagen und es kann sehr kalt werden. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag auf dem Brocken liegt bei etwa 1500 mm und ist damit etwa doppelt so hoch wie der gesamtdeutsche Durchschnitt. Die Durchschnittstemperatur auf dem Brocken liegt bei knapp 3°Celsius.
Brocken
Brocken 1142 m


Auf dem Brockenplato befindet sich:
  • der weithin sichtbare Sendemast
  • das Brockenhaus (Tel. 039455 / 50005)
  • das Brockenhotel (Tel. 039455 / 120)
  • der Bahnhof der Brockenbahn
Im Brockenhaus gibt es eine Ausstellung zur:
  • Geschichte und Natur (Geologie, Flora und Fauna) des Brockens.
  • Es wird auch auf die militärische Vergangenheit des Brockens zu Zeiten der DDR als Abhörzentrale der Staatssicherheit verwiesen.
  • Sie erfahren, was Hexen und Teufel auf dem Brocken zu suchen haben.
  • Darüber hinaus wurde der Brocken auf Grund seiner besonderen Lage seit Beginn der Rundfunkausstrahlung als Sendezentrum genutzt.
Die Granitfelsen 'Teufelskanzel' und 'Hexenaltar' befinden sich auf der Brockenkuppe. Bei einem Rundgang auf dem Brockenplato sind diese leicht zu erkennen.

Rund um den Brocken gibt es verschiedene Hochmoore. Entlang des Goethe-Weges vom Torfhaus kommend erreicht man nach einer kurzen Wanderung das waldfreie Radaubornmoor, auch großes Torfhausmoor genannt. Auf einem Holzsteg kann man direkt über dieses Moor laufen.

Brocken Öffnung 03. Dezember 1989

Am 03. Dezember 1989 begann es mit einer Wanderung zum Brocken. Der Weg führte von Ilsenburg durch den verschneiten Harz, mitten durch das ehemalige Sperrgebiet, zum Brocken. Das Brockenplateau war aber immer noch Sperrgebiet und von einer Betonmauer umgeben. Die Wanderer versammelten sich am Tor und riefen im Chor "Macht den Brocken auf! Macht den Brocken auf!".

Wir hatten eigentlich nicht damit gerechnet, dass dies wirklich passieren würde, da der Brocken ja schon immer zum höchsten Sicherheitsbereich der DDR zählte. Dann kam ein Offizier und sagte er hätte mit Berlin telefoniert. Dann war das Tor offen, die Menschen strömten auf den Gipfel. Nur der kleine Bereich in dem die russischen Soldaten waren, war jetzt noch tabu. Aber die Gefahr drohte von ganz anderer Seite: Von den Sendemasten vielen immer wieder große Eiszapfen herab. Was aber in der allgemeinen Euphorie ignoriert wurde.

Inzwischen ist die Betonmauer zurück gebaut und der Brocken wieder für jedermann erreichbar.



Schierke

Hier finden Sie eine Auswahl von möglichen Aktivitäten in und um Schierke und am Brocken:
  • Die Sommerrodelbahn Brocken Coaster bietet ganzjährig eine 341 m lange Abfahrt für Jung und Alt.

    Brocken Coaster Schierke
    Hagenstraße 6
    38879 Schierke im Harz
    Tel.: 039455 / 58901

Der Harz als natürliche Wetter- und Wasserscheide

Für die hauptsächlich von Westen kommenden Winde ist der Harz ein großes Hindernis. Im Westharz schieben sich die Wolken auf und regnen sich ab. Die Wolken werden leichter und überqueren dann den Harz. Der Restniederschlag fällt dann im Ostharz. Somit liegt der Ostteil im Regenschatten.

Die Flüsse des Westharzes (Radau, Ecker, Ilse, Oker, Söse, Sieber, Oder, Innerste) münden in die Weser, die des Ostharzes (Zillierbach, Holtemme, Selke, Bode, Wipper, Helme, Unstrut) in die Elbe. An vielen der Harzflüsse gibt es Talsperren zum Hochwasserschutz, zur Trinkwasserversorgung oder zur Energieerzeugung. Das größte Harzer-Talsperren-System ist die Rappbodetalsperre mit ihren Vorsperren Rappbode und Hassel, dem Hochwasserschutz Kalte Bode, der Überleitungssperre und der Wendefurther Talsperre. Die Staumauer der Rappbodetalsperre ist 106 m hoch und die Kronenlänge beträgt 415 m, das Stauvolumen beträgt ca. 110 Mio. Kubikmeter Wasser.