Darlingerode am Harz

Die Gemeinde ist aus den beiden Ortsteilen Darlingerode und Altenrode entstanden. Ist die Struktur der einst eigenständigen Dorfstellen nördlich und südlich der verkehrsberuhigten ehemaligen Bundesstraße 6 für den Besucher auch heute nicht mehr erkennbar, so sind die beiden Dorfkirchen St Laurentius und St. Katharinen diesseits und jenseits der alten Handelsstraße ein Zeugnis dafür.

Und es sind zwei romanische Steinbauten aus dem ausgehenden Mittelalter, ein Zeichen dafür, dass die Christianisierung seit Kaiser Karl dem Großen am Harzrand angekommen war und hier ihre Ostgrenze gegen die zunächst heidnischen Sachsen erfahren hat. Viele Kirchen sollten die Macht demonstrieren.

Diese Machtstellung der Kirche wird auch durch die vielen Klostergründungen in unmittelbarer Nähe ablesbar. Im Umkreis von weniger als 4 km gab es gleich drei Klöster:
  • Das wüst gefallene Kloster Himmelpforte war nur 2 km südöstlich von Darlingerode im Wald gelegen. Der sogenannte Lutherstein beschreibt die Anwesenheit Martin Luthers in diesem Kloster. Die Stelle ist heute direkt am Europäischen Fernwanderweg Nr. 11 Nordsee-Harz-Masuren zu finden.

  • Das nur 1 km westlich vom Ferienhaus entfernte Kloster Drübeck ist zu einer Bildungs- und Erholungsstätte der Evangelischen Kirche Sachsen-Anhalts ausgebaut worden und bietet mit weltlichen, meditativen und theologischen Veranstaltungen Weiterbildung und Erholung. Nur wenige Meter von der romanischen Klosterkirche entfernt und außerhalb der Klostermauern befindet sich die ebenfalls romanische Dorfkirche für die einstige Hörigensiedlung und heutige Dorfbevölkerung.
    Das Kloster wurde Ende des 9. Jahrhunderts durch die Gräfin Adelbrin und Ihre Brücder Theti und Wikker gegründet. Mit einer Schenkung durch Otto I. wurde das Kloster erstmalig urkundlich erwähnt. Ab dem Jahre 1058 unterstand das Kloster dem Bischof von Halberstadt und wird zum Benediktinerinnenkloster. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster beschädigt. Im Jahre 1599 wurden durch Brandstiftung die Wirtschaftsgebäude zerstört. Ab 1687 war das Kloster im Besitz der Grafen von Stolberg-Wernigerode. Von 1947 bis 1992 wurde das Kloster als Erholungsheim der Evangelischen Kirche genutzt. Ab 1993 wurde der Ausbau zum Evangelischen Zentrum mit Pädagogisch-Theologischen Institut durchgeführt. Evangelisches Kloster Drübeck, Tel.: 039452 / 94330
Klosterkirche Ilsenburg Harz
Klosterkirche Ilsenburg Harz
  • Der Bau des Ilsenburger Klosters war durch Schenkung des Reichs an das Bistum Halberstadt im Jahre 1000 möglich geworden. Das Kloster wurde im Jahre 1018 als Benediktinerkloster gegründet. Es gelangte zu großem Ruhm wegen der mittelalterlichen Handschriften und durch die Stellung des Abtes, der im Vatikan zu Rom Sitz und Stimme hatte. Das Ilsenburger Kloster liegt nur 4 km entfernt auf einem Felssporn am Ausgang des Ilsetals und ist durch Führungen eines Fördervereins zu besichtigen.
    Tel.: 039452/19433, Tel.: 039452/80155



Ferien am Brocken Nationalpark Harz

Der Ferienort Darlingerode liegt an der "Straße der Romanik" im Harz, sowie am "internationalen Radwanderweg R1" und ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege im Harz. In Darlingerode befindet sich ein neues idyllisches Waldbad.

Der Ort Darlingerode gehört zur Stadt Ilsenburg (Harz) im Landkreis Harz und liegt etwa 210-300 Meter über NN. Darlingerode besitzt einen Bahnhof und mehrere Busverbindungen nach Wernigerode, Ilsenburg, Bad Harzburg oder in den Harz. Im Ort gibt es Tennisplätze, eine Sporthalle und eine Veranstalltungshalle.

Nachbarort Drübeck

Der Nachbarort Drübeck wurde erstmal im Jahre 1004 urkundlich erwähnt und etwickelte sich auf Grund der guten Lage an der Handelsstraße zwischen Halberstadt - Wernigerode - Goslar schnell. Im Jahre 1484 gab es in Drübeck bereits 7 Tore. Urkundliche Quelle belegen das es im Jahre 1598 beim Ausbruch der Pest 356 Tote gab. Seit 01.07.2009 ist Drübeck ein Ortsteil der Stadt Ilsenburg.

Aktivitäten in und um Darlingerode / Harz

  • Die Darlingeröder Tourismusinformation befindet sich in der Sandtalhalle.
    Darlingerode, Schützenplatz 1, Tel. 03943 / 265313

Altenröder Steinkreis
Altenröder Steinkreis
  • Das Waldbad im Sandtal lädt zum Schwimmen und Sonnenbaden ein.

  • Auf dem Altenröder Friedhof am Ortseingang von Darlingerode befindet sich eine vorchristliche Gerichtsstätte. Es gibt dort 8 im Kreis angeordnete Steine, die von Kastanien umsäumt sind. Es handelt sich dabei um eine frühmittelalterliche Thingstätte. Die 7 Steine entsprachen dem Sitz der Schöffen. Der 8. Stein war für den Richter vorbehalten, dieser Blickte in Richtung Osten. Die Bäume hinter den Steinen wurden 1832 gepflanzt. Es ist überliefert dass Otto III hier im Jahre 995 Gericht gehalten hat.

  • Zwischen Darlingerode und Wernigerode gibt es einen erlebnisreichen Naturlehrpfad entlang des Harzrandes mit vielen Teichen und Feuchtbiotopen.

  • Wer gern Angeln geht oder frischen Fisch genießen möchte, der kann im Nachbarort bei der Teichwirtschaft Veckenstedt auf seine Kosten kommen.
    Veckenstedt, Teichwirtschaft 1, Tel.: 039452 / 9243